DOG DAY 2026 – Von Menschen, Hunden und Hühnern
Beim österreichweiten Symposium zur hundegestützten Pädagogik „Dog Day 2026“, das am 24. und 25. April in der HAK Frauenkirchen stattfand, wurden aktuelle wissenschaftliche und praxisorientierte Ansätze der tiergestützten Pädagogik präsentiert und kritisch reflektiert. Die Veranstaltung wurde von der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland in Kooperation mit dem Verein zur Förderung tiergestützter Pädagogik organisiert und von Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Vereinsobmann Hannes Schmid sowie Institutsleiterin Doris Ziniel feierlich eröffnet.
Im Zentrum stand das Zusammenwirken von bindungsgeleiteter Pädagogik und tiergestützten Interventionen im schulischen Kontext. Dabei wurde aufgezeigt, wie der gezielte Einsatz von Hunden Fürsorge- und Bindungsverhalten anregt und so die Förderung emotionaler Stabilität und sozialer Kompetenzen wesentlich unterstützt. Ergänzend wurde das Potenzial ökopädagogischer Projekte mit Hühnern diskutiert, die unmittelbare Naturerfahrungen ermöglichen und insbesondere Empathie sowie Verantwortungsbewusstsein stärken. Die Beiträge verdeutlichten insgesamt das hohe pädagogische Potenzial dieser Ansätze für eine beziehungsorientierte und nachhaltige Bildungsarbeit.
Der erste Veranstaltungstag war zwei zentralen inhaltlichen Schwerpunkten gewidmet. Im Impulsvortrag von Elke Schmelzer wurde die Einbindung von Hühnern in pädagogische Settings aus Sicht der Ökopädagogik anschaulich dargestellt und deren lernförderliche Wirkung erläutert. Anschließend ging Kristin Strauß auf das Thema „Zwischen Motivation und Abhängigkeit“ ein und beleuchtete suchtähnliche Verhaltensmuster bei Hunden sowie deren mögliche Ursachen und Lösungsansätze. Der Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Erfahrungsaustausch aus.
Am zweiten Veranstaltungstag stand zunächst der Zusammenhang von Fürsorge und Bindung im Fokus. Iris Aicher zeigte in ihrem Vortrag auf, wie Fürsorgeverhalten Bindungsprozesse prägt. Im Anschluss daran arbeiteten die Teilnehmenden in praxisorientierten Workshops, die unter anderem tiergestützte Methoden im Volksschulbereich, den Einsatz von Hunden im sonderpädagogischen Kontext sowie kreative Materialgestaltung für den Unterricht umfassten. Den Abschluss bildeten ein Überblick über die neue Prüfungsordnung für Therapiebegleithunde, die Präsentation der Workshop-Ergebnisse sowie eine gemeinsame Verabschiedung.