Studierende der PPH Burgenland präsentieren zukunftsweisende Konzepte für geplanten Welterbe-Informationsraum
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Vertiefung der Geographie V“ entwickelten Studierende der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland unter der Leitung von Alexander Pucher innovative und interdisziplinäre Konzepte für einen geplanten Welterbe-Informationsraum Fertő–Neusiedler See. Die Ausarbeitung erfolgte im Rahmen einer Ideenwerkstatt, deren Ergebnisse am Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen präsentiert wurden.
Ziel der Lehrveranstaltung war es, theoretische geographische Inhalte mit konkreten praxisnahen Fragestellungen zu verbinden. Die Studierenden setzten sich dabei intensiv mit der besonderen Natur- und Kulturlandschaft des grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbes auseinander und entwickelten kreative Zugänge für eine zeitgemäße Vermittlung an unterschiedliche Zielgruppen.
Im Beisein von Vertreter:innen der Esterhazy-Gruppe, dem Verein Welterbe Neusiedler See sowie von Pannatura wurden Konzepte zu inhaltlichen, technischen und pädagogischen Aspekten vorgestellt und diskutiert. Thematisch reichten die Arbeiten von Ökologie & Biodiversität über Mensch & Kulturlandschaft, Wasser & Klima sowie Grenzen, Kooperation & Kultur bis hin zu Bildungs- und Zukunftsfragen.
Besonderes Augenmerk lag dabei auf innovativen, auch technologisch gestützten Vermittlungsformaten, die interaktive und partizipative Elemente mit digitalen Lösungen wie multimedialen Anwendungen, hybriden Lernsettings und flexiblen Informationsmodulen verbinden. Zugleich wurde das Alleinstellungsmerkmal der Region Fertő–Neusiedler See als grenzüberschreitende UNESCO-Welterbelandschaft konsequent herausgearbeitet, indem regionale Identität, kulturelle Vielfalt und naturräumliche Besonderheiten in Beziehung zu globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und nachhaltiger Entwicklung gesetzt wurden.
Die anwesenden Expert:innen zeigten sich begeistert vom hohen fachlichen Niveau, der Kreativität sowie der Umsetzbarkeit der präsentierten Ideen. Die Präsentationen machten deutlich, wie Hochschullehre, regionale Akteur:innen und Welterbe-Themen erfolgreich miteinander verknüpft werden können. Auf Basis der positiven Rückmeldungen werden bereits weitere Formen der Zusammenarbeit mit der PPH Burgenland in Aussicht gestellt.