Wachsen in Europa – 30 Jahre Österreich in der EU
Veranstaltung im Rahmen der „7 Tage für den Frieden“ an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland
Seit drei Jahrzehnten ist Österreich Mitglied der Europäischen Union. Dieses Jubiläum nahm die Private Pädagogische Hochschule Burgenland (PPH Burgenland) gemeinsam mit EUROPE DIRECT Burgenland und der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik am 16. Oktober 2025 zum Anlass, die vergangenen drei Jahrzehnte in der EU zu reflektieren und aktuelle Entwicklungen sowie Zukunftsperspektiven Europas zu diskutieren.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „7 Tage für den Frieden“ statt, die sich als fester Bestandteil des Hochschulprogramms etabliert hat und Pädagog:innen, Studierende sowie Interessierte anspricht. Im Fokus stehen Werte wie Frieden, Verantwortung und Zusammenhalt – Grundpfeiler sowohl der Europäischen Union als auch der Bildungsarbeit.
Europa im Fokus: Politik, Wirtschaft, Bildung
Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), eröffnete die Veranstaltung mit seinem Vortrag „30 Jahre Österreich in der Europäischen Union“. Er hob die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft hervor und erläuterte die Wahrnehmung Europas in der österreichischen Bevölkerung.
„Die österreichische EU-Mitgliedschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Für die nächsten 30 Jahre müssen wir uns aber noch stärker einbringen und das europäische Potenzial und die Möglichkeiten nutzen. Gerade Österreich profitiert von Europa: Tun wir noch mehr, um Europa besser zu machen und weiterzuentwickeln“, so Schmidt.
Nick Nieschalke vom Austrian Institute for European and Security Policy (AIES) analysierte die sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas in einer zunehmend komplexen globalen Lage. Michael Saxl von der Wirtschaftskammer Österreich verglich die wirtschaftliche Position der EU mit China und den USA und zeigte Handlungsfelder für die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf.
Abschließend präsentierten Ingrid Ausserer (Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule) und Beate Tschida (EUROPE DIRECT Burgenland) praxisnahe Möglichkeiten, wie europäische Themen im Unterricht vermittelt werden können.
Bildung als Schlüssel für europäische Zusammenarbeit
Ergänzend zeigte EUROPE DIRECT Burgenland die Wanderausstellung „30 Jahre Österreich in der EU – Wachsen in Europa“, die bis Ende Oktober an der PPH Burgenland zu sehen ist. Sie dokumentiert den Weg Österreichs in die EU, den Wandel der vergangenen Jahrzehnte und die Chancen einer gemeinsamen Zukunft.
Die Rektorin der PPH Burgenland, Sabine Weisz, betonte in ihrem Begrüßungswort:
„Der EU-Beitritt Österreichs war eine Zeit des Aufbruchs und der Zuversicht. Heute stehen wir vor großen Herausforderungen – von Nachhaltigkeit über humane Digitalisierung bis zur Sicherung des Wohlstands für alle. Umso wichtiger ist es, den europäischen Gedanken lebendig zu halten und an die nächste Generation weiterzugeben.“
Beate Tschida von EUROPE DIRECT Burgenland ergänzte:
„Europapolitik und Bildungspolitik gehören untrennbar zusammen – Wissen und Austausch sind die Grundlage einer starken europäischen Zukunft. Mit dieser Veranstaltung stellten wir europäische Themen wie Sicherheitspolitik und Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelpunkt, um Lehrkräfte und Studierende zu unterstützen. Denn unsere Jugendlichen sind die Gestalter:innen von morgen.“
Die Veranstaltung „Wachsen in Europa – 30 Jahre Österreich in der EU“ machte deutlich: Frieden, Bildung und europäische Zusammenarbeit sind eng miteinander verbunden – und die Zukunft Europas beginnt bereits in den Klassenzimmern.
Die Veranstaltung wurde auf Initiative von EUROPE DIRECT Burgenland gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik und der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland umgesetzt. Fachliche Beiträge lieferten die Wirtschaftskammer Österreich, das Zentrum polis sowie das Austrian Institute for European and Security Policy (AIES).
Bildquelle: Private Pädagogische Hochschule Burgenland