Ehrung von Harald Mandl anlässlich seiner Pensionierung
Im Rahmen des IRTB-Symposions 2025 „grenzen I los I tolerant – Religionen und Frieden?“ in Neutal wurde Harald Mandl, langjähriger Leiter des Instituts für Religionspädagogik an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH Burgenland), feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter:innen, Kolleg:innen sowie Vertreter:innen aus Kirche und Hochschule würdigten sein jahrzehntelanges Wirken.
Rektorin Sabine Weisz hob in ihrer Ansprache hervor, dass Harald Mandl seit der Gründung der Hochschule im Jahr 2007 wesentlich am Profil und an der besonderen Ausrichtung der PPH Burgenland mitgewirkt habe. Er habe dazu beigetragen, dass sich die Institution als Hochschule etabliert, die einem ganzheitlichen, interdisziplinären und humanistischen Bildungsansatz entsprechend in der Pädagog:innenbildung wirksam wird und die Religionspädagogik fest verankert hat.
Harald Mandl habe von Beginn an diesen Grundsätzen entsprechend agiert: Durch Kooperationen, Offenheit und die Betonung der sozialen Dimension von Bildung sei unter seiner Leitung das Studienangebot erweitert, die internationale wie regionale Vernetzung gestärkt und der Kooperationsgedanke zu einem Markenzeichen der Hochschule entwickelt worden.
In den Würdigungen wurde Harald Mandl als leidenschaftlicher Verfechter von Bildungsgerechtigkeit, Weltoffenheit und werteorientierter Pädagogik beschrieben. Innovative Zugänge wie die hundegestützte oder die bindungsgeleitete Pädagogik, die ihm besonders am Herzen lagen, wurden als Ausdruck seiner pädagogischen Weitsicht hervorgehoben.
Sein Team bedankte sich mit symbolischen Geschenken, die seine Besonderheiten als Führungskraft, als Religionspädagoge und als Mensch widerspiegelten. Besonders hervorgehoben wurde auch seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen – eine Gabe, mit der er Studierende wie Kolleg:innen nachhaltig inspirierte.
Auszeichnung mit dem Martinsorden in Gold
Ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Verleihung des Martinsordens in Gold, einer der höchsten Ehrungen der Diözese Eisenstadt. Generalvikar Michael Wüger überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Messe in der Pfarrkirche Neutal. Mit diesem Orden würdigte die Diözese Eisenstadt Mandls jahrzehntelanges Engagement für Kirche und Bildung.
Würdigung durch Hochschulrat und Schulamt
Für den Hochschulrat und den Stiftungsrat sprach Johannes Fenz, der Harald Mandl als „grenzenlos toleranten“ Menschen beschrieb, der durch seine ruhige, aber bestimmte Art Räume geöffnet und Entwicklungen geprägt habe. Er habe nicht nur inhaltlich Maßstäbe gesetzt, sondern auch durch seine Haltung: stets auf Ausgleich bedacht, mit strategischer Weitsicht und dem Mut, für Gerechtigkeit einzutreten.
Gemeinsam mit Rektorin Sabine Weisz überreichte er Harald Mandl das Dekret des Bundesministeriums, in dem Bundesminister Christoph Wiederkehr Dank und Anerkennung übermittelte.
Auch seitens des Schulamtes der Diözese Eisenstadt, vertreten durch Andrea Berger-Gruber, Direktorin des Schulamtes und des Gymnasiums der Diözese, wurde dem scheidenden Institutsleiter für die gute Zusammenarbeit und den wertvollen Beitrag für die Religionspädagogik in den burgenländischen Schulen gedankt.
Neben seiner Tätigkeit an der Hochschule war Harald Mandl seit 1981 auch im kirchlichen Dienst aktiv und begleitete Generationen von Schüler:innen, Studierenden und Lehrkräften. Seine Persönlichkeit – geprägt von Nachdenklichkeit, Kommunikationsfreude und klaren Wertvorstellungen – hinterlässt bleibende Spuren in der Bildungslandschaft des Burgenlandes und weit darüber hinaus.
Bildquelle: Private Pädagogische Hochschule Burgenland