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Schule wirksam gestalten - Leadership zwischen Haltung, Beziehung und Entwicklung

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Am 28. April 2026 fand an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH Burgenland) die bundesweite Fachtagung „Schule wirksam gestalten – Leadership zwischen Haltung, Beziehung und Entwicklung“ statt. Die hybride Veranstaltung wurde vom Zentrum für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) organisiert und brachte zahlreiche Führungskräfte aus der Bildungsdirektion für Burgenland, der PPH Burgenland sowie Schulleiter:innen aus ganz Österreich zusammen. Als Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung nahm Andrea Fraundorfer teil, die im Ministerium für diesen Bereich sowie den bundesweiten Schwerpunkt verantwortlich zeichnet.

In ihren Begrüßungsworten betonte Rektorin Sabine Weisz die Vielschichtigkeit von Führung in Bildungskontexten: Führungskräfte seien gefordert, Visionen zu entwickeln, Menschen mitzunehmen und Zuversicht zu vermitteln – bei gleichzeitiger Verantwortung für operative Aufgaben wie Budget- und Personalsteuerung. Gerade unter herausfordernden gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen erfordere Führung ein hohes Maß an Verantwortung und persönlicher Kraft.

„Welche Beziehungsangebote und Kompetenzen benötigen junge Menschen für eine empathische und selbstverantwortliche Entwicklung? Welche Haltungen und Werte brauchen Erwachsene, um sie dabei zu begleiten? Und welche strukturellen sowie methodischen Rahmenbedingungen unterstützen diesen Prozess? Das sind zentrale Leitfragen“, so Florian Wallner, Leiter des ZGMP.

Die erste Keynote hielt Kathrin Höckel, international erfahrene Bildungsexpertin mit Stationen unter anderem bei der OECD. Sie ist zudem Autorin, Filmemacherin, bekannt für den Dokumentarfilm „Teachers for Life“, sowie Beraterin. In ihrem Vortrag stellte sie Lernen als einen Prozess dar, der wesentlich dann stattfindet, wenn Menschen ihre Komfortzone verlassen und sich auf neue, unsichere Situationen einlassen. Routinen und reine Wiederholung hingegen führten kaum zu nachhaltigem Lernen.

Die zweite Keynote von Shima Poostchi widmete sich der systemischen Schulentwicklung. Ausgehend von ihrer langjährigen Erfahrung in der Begleitung von Bildungseinrichtungen zeichnete sie ein differenziertes Bild aktueller Herausforderungen: Viele Lehrpersonen erleben ihre Tätigkeit als belastend, häufig geprägt von einer Kultur des „Aushaltens“. Demgegenüber betonte sie die Bedeutung eines Arbeitsumfelds, das Sinn, Wertschätzung und Freude vermittelt.

Am Nachmittag boten Workshops mit den Referentinnen die Möglichkeit, zentrale Themen zu vertiefen und in den eigenen Arbeitskontext zu übertragen. 

Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam des ZGMP, insbesondere Karin Schmidtbauer, sowie Elisabeth Muik für die professionelle Moderation der Veranstaltung.

Bildquelle: Private Pädagogische Hochschule Burgenland

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