Special Olympics Burgenland zu Gast an der PPH Burgenland
Im Rahmen der Aktionswoche „Inklusion & Mehrsprachigkeit“ besuchte Sebastian Koller, Geschäftsführer von Special Olympics Burgenland, gemeinsam mit Sportler:innen die Private Pädagogische Hochschule Burgenland. In einem inspirierenden Vortrag gab Koller Einblicke in die Arbeit der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und zeigte, wie Sport Lebenswege verändern kann.
Special Olympics verfolgt das Ziel, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung durch Sport zu fördern und eine inklusive Gesellschaft zu stärken, die von Respekt, Akzeptanz und echter Teilhabe geprägt ist. Inklusive Trainings und Bewerbe sollen Barrieren abbauen – nicht bei den Sportler:innen, sondern dort, wo Strukturen und Leistungsdenken echte Inklusion oft behindern.
Hervorzuheben ist die Entwicklung im Burgenland: Die Zahl der aktiven Sportler:innen stieg von 170 im Jahr 2022 auf über 400, unterstützt von 25 Institutionen und mehr als 50 ehrenamtlichen Trainer:innen. Koller betonte, wie sehr Special Olympics vom Engagement Freiwilliger lebt.
Besonders lebendig wurde der Vortrag durch beeindruckende Erfolgsgeschichten: So lief Mikhail Pisanko bei den World Games 2023 in Berlin erstmals die zehn Kilometer unter einer Stunde. Traditionen wie der Tausch von Pins oder persönlichen Erinnerungsstücken bei internationalen Wettbewerben fördern zudem weltweiten Zusammenhalt und Freundschaften über politische und kulturelle Grenzen hinweg.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf Unified Sports, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam im Team spielen. Floorball, eine besonders inklusive und dynamische Sportart, spielt im Burgenland eine zentrale Rolle: Seit 2023 gibt es sieben Teams, und Österreich richtete den weltweit ersten inklusiven Floorball-Cup aus.
Für Special Olympics ist auch die enge Zusammenarbeit mit Schulen von zentraler Bedeutung. 2024 wurden bereits 38 inklusive Schulsportaktivitäten in 17 Bildungseinrichtungen durchgeführt, fast 1.000 Schüler:innen konnten erreicht werden. Koller sieht Special Olympics als wichtiges Bindeglied zwischen Sonderschulen, Regelschulen und Sportvereinen.
Wir bedanken uns herzlich bei Sebastian Koller und den Sportler:innen für ihren Besuch und die wertvollen Einblicke in eine Sportbewegung, die täglich zeigt, wie gelebte Inklusion aussehen kann.
Special Olympics Burgenland sucht engagierte Volunteers, besonders für die Nationalen Sommerspiele 2026 in Wien. Interessierte können sich jetzt informieren und anmelden.
Bildquelle: Private Pädagogische Hochschule Burgenland